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Vier Angler eine Woche auf Rügen. Das heißt PB knacken, Unterwäsche aufweichen und zweistellige Tagesfänge!
Am Sonntag, 7. Juni 2009 begann unser Urlaub auf Rügen. Da ich bereits zwei Tage zuvor los gefahren bin und Verwandte besuchte, war ich am Sonntag bereits um 7:30 Uhr an unserem Ferienhaus an der Wittower Fähre. Leider herrschte zu diesem Zeitpunkt ein starker Ostwind, der meine ersten, morgendlichen Angelversuche ziemlich bald zu Nichte machte. Somit entschloss ich mich, bis zum Eintreffen der restlichen Urlaubs-Crew, etwas Schlaf nach zu holen. Um kurz vor Zehn trafen dann auch Klaus, Babs, Carmen, Tobi und Mario ein. Dann hieß es erst einmal Haus beziehen, Einkaufen und 'nen kleinen Snack einwerfen. Danach ging es zum ersten gemeinsamen Angeln: Wattangeln bei Breetz bzw. später an der Wittower Fähre. Leider sind wir jedoch alle Schneider geblieben.
Für Montag hatten wir Boote am Kap Arkona gebucht. Allerdings fiel auch diese Tour wegen schlechtem Wetter aus. Somit konnten wir zunächst gemütlich ausschlafen und starteten am späten Vormittag nach Polchow zum erneuten Wattangeln.
Diesmal allerdings erfolgreicher als am Vortag. Während Tobias zwei, Mario eine
und ich zwei Schollen auf silberne Blinker fingen, fing Klaus einen Hecht auf Wobbler. Leider stellte sich heraus, dass die Nähte an meiner Wathose nicht mehr ganz dicht waren und mir das Angeln zu einem feuchteren Vergnügen machten als normal.
Dienstag war der erste Tag, an dem wir mit dem Boot raus konnten. Wir hatten bei Angelführer Strelasund eine Zandertour auf dem Strelasund gebucht. Während das Wetter die meiste Zeit auch mit gespielt hat, sind wir alle zu unseren Fischen gekommen. Tobias konnte die ersten drei Zander seiner Angelkarriere verhaften, Mario erwischte einen schönen Hecht und einen kleinen Zander, Klaus zwei etwa 60er Hechte und ich konnte meinen PB beim Hecht mit 98cm verzeichnen. Dazu kamen bei mir noch ein 60er Hecht und zwei Mini-Zander. Da wir vom Guide, wie auch von der Tour begeistert waren, buchten wir spontan für den Folgetag das gleiche Programm.
Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder um 7:30 Uhr in Altefähr mit unserem Guide Mario. Er führte uns wieder zielsicher zum Fisch. Klaus fing auf einen Blinker eine Brasse! Und die wurde nicht etwa geschlenzt, die hat gebissen! Weiter ging ihm noch ein Zander an den Haken. Tobi fing zwei Zander und einen Hecht, Mario hatte einen Zander und ich hab wieder den Vogel abgeschossen. Zunächst fing ich zwei Zander, bevor ich auf einen Gufi weit weg vom Boot einen Biss bekam. Der Fisch ließ sich anfänglich recht leicht ran holen, wodurch ich erstmal auf einen kleinen Hecht tippte. Als er dann aber kurz vor dem Boot ordentlich Gas gab und ziemlich viel Schnur von der Rolle zog, war klar, dass der doch nicht so klein ist. Nach einem super Drill konnte ich innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal meine PB neu einstellen. Der Hecht maß stolze 105cm! Die Freude war entsprechend groß! Hier nochmal ein dickes Dankeschön an Mario für die zwei tollen Tage auf dem Wasser!
Als wir Donnerstag morgen aus dem Fenster sahen, mussten wir zur Kenntniss nehmen, dass das Wetter wieder nicht wirklich mit spielte. Somit begaben wir uns an die windabgewandte Seite der Insel, nach Dranske. Hier wollten wir in der Ostsee unser Glück auf Hornhechte probieren. Tobi warf als erster seinen Blinker aus und bekam schon nach wenigen Kurbelumdrehungen den ersten Biss. Gleich der erste Wurf brachte ihm den Zielfisch. Nachdem wir den Horni vom Haken hatten war auch mein erster Wurf fällig. Kurz angedreht, Biss, hängt nicht. Weiter gedreht, wieder Biss, hängt! Und wie! „Was für ein großer Horni“ dachte ich mir. Der legte auch plötzlich 'ne ordentliche Flucht hin. Tobi erblickte als erster den Fisch und rief zur Überraschung aller: „Das ist 'n Hecht und zwar 'n guter!“ So konnte ich gleich zu Beginn des neuen Tages einen 71er Hecht verzeichnen.
Wenn das kein Auftakt nach Maß war! Insgesamt landeten wir an dem Tag 28 Hornis, was für den Juni wohl nicht ganz schlecht ist.
Freitag bließ der Wind dann richtig. Während Klaus und ich mich für einen gemütlichen Tag zu Hause entschieden, wollten Tobi und Mario unbedingt raus. Sie fuhren an die Steilküste bei Altenkirch und verhafteten trotz dem schlechten Wetter 9 Hornhechte.
Auch der Samstag brachte uns kein besseres Wetter. Dafür hatte ich schon eine schlechte Nacht und am Morgen das Gefühl, dass der Tag nicht gut werden kann. Nach den ersten Startproblemen im Ferienhaus war mir auch schnell klar, dass mein Gefühl mich nicht täuscht. Als ich mit meiner Wathose im Wasser stand musste ich fest stellen, dass die Nähte ihren Dienst mittlerweile ganz versagten und ich noch zwei zusätzliche Löcher in den Hosenbeinen hatte. Also auf die ersten Meter schon klatsch nass. Wie ich dann meinen äußerst fängigen blau/silbernen Snaps Richtung Horizont feuerte klappt mein Schnurfangbügel spontan zu, so dass sich mein Köder auf nimmer Wiedersehen verabschiedete. Dummerweiße war das auch der letzte seiner Art, den ich dabei hatte. Bei der späteren Vesperpause kam dann die nächste negative Überraschung. Unsere Brote, die wir in einer Tupperschüssel, die in einer Plastikfolie war, hatten und in einem Eimer im Wasser hinter uns her zogen, waren klatsch nass. War wohl doch nicht so gut verpackt, wie wir dachten. Zurück am Auto fanden wir dann noch ein Knöllchen unterm Scheibenwischer. Immerhin wurden 3 Hornis gefangen. Ratet mal, welcher von den vier Anglern Schneider blieb...wenn's läuft, dann läuft's...
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Damit ging unser einwöchiger Rügen-Trip leider auch schon wieder zu Ende. Außer den letzten 24 Stunden (in denen bei 140 Sachen noch ein Reh vor Marios Auto sprang) war es auf jeden Fall ein schöner, erfolgreicher und erholsamer Urlaub! Hier also nochmal herzlichen Dank an meine Mitangler, die Mädels, an unseren Guide Mario und an die beiden netten Autobahnpolizisten. Über den Abschleppwagenfahrer vom ADAC lass ich mich jetzt lieber nicht aus...
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