Startseite arrow Berichte & Tipps arrow Mal eben in Norwegen (2010)
Mal eben in Norwegen (2010)
Geschrieben von rabi   
Mittwoch, 9. Juni 2010

Mal eben in Norwegen

Autor: Rainer Brinkmann

Dieses Jahr hat es mich bereits zum 4. Mal an den Hardangerfjord nach Norwegen verschlagen. Im Gegensatz zu den letzten beiden Malen, wo wir im Herbst dort waren, konnte ich dieses Jahr den Frühling im Norden genießen!

Mit auf der Tour waren Klaus und Matze. Bei regnerischem Wetter traten wir am Samstag abend die lange Fahrt nach Hirtshals in Dänemark an. Da diese absolut problemlos verlief waren wir wieder mal viel zu früh dort. Als Entschädigung gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang, der wettertechnisch Hoffnung weckte!



Da auch kein Lüftchen ging, hatten wir eine absolut ruhige Überfahrt über das spiegelglatte Meer. Bei der Ankunft in Bergen lachte uns dann bereits die Sonne entgegen und Heidi, die Tochter des Vermieters, versprach uns beim Empfang, dass uns die Sonne noch etwas treu bleibt. Es folgte die knapp zweistündige Fahrt zu unserem Ferienhaus in Gjermundshamn. Bjarne, der Vermieter informierte uns unterwegs telefonisch, dass die Türe offen ist, der Schlüssel drin liegt, das Boot vollgetankt am Steg liegt und er uns erst abends besuchen kommt. Somit konnte nach kurzem in Beschlag nehmen der Unterkunft, bald schon die erste Angeltour starten. Noch ohne Köderfisch, angelten wir mit kleinen Pilkern in einer Tiefe von 50 – 80 Metern und fingen Dorsch, Leng und Flügelbutt. Nach dieser ersten Ausfahrt schauten wir uns noch einen nahe gelegenen See an, den wir in den nächsten Tagen gemeinsam mit Bjarne noch beangeln wollten.


Am nächsten Tag saßen wir wieder im Boot auf dem Fjord und hatten diesmal auch Heringe von Bjarne als Köder dabei. Der gewünschte Erfolg lies nicht lange auf sich warten. Matze landete gleich einen 93er Leng, Klaus einen Pollack und ich einen etwas schlankeren Leng. Dazu gesellten sich im weiteren Verlauf noch zwei Lippfische, vier Dorsche, vier Seelachse und ein weiterer Leng. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Sonne auf der Terasse und genossen das super Wetter, während es daheim weiter ununterbrochen regnete.



Da am Mittwoch nachmittag eine Fahrt nach Bergen auf dem Programm stand, fiel die Angeltour etwas kürzer aus. Dabei blieb auch der Erfolg etwas auf der Strecke. Während Klaus einen Leng aus seinem Element entführte, biss bei mir nur ein Tintenfisch an. Matze ging sogar komplett leer aus. In Bergen gingen wir mit Heidi gemütlich essen und anschließend auf den Floyen. Später holten wir eine Bekannte vom Bahnhof ab, die uns für ein paar Tage besuchen wollte.


Der nächste Tag bescherte mir zunächst mal ordentlich Bauchschmerzen, so dass Klaus und unser Gast Annette, die noch nie zuvor geangelt hat, alleine raus fuhren, während Matze sich um mich kümmerte. An dieser Stelle nochmal danke für die Fürsorge! Mir ging es bald schon wieder besser und die beiden kamen mit 6 Pollacks von ihrer Tour zurück. Somit gab es für mich kein Halten mehr. Nach dem Essen stiegen wir zu Viert ins Boot und fuhren erneut die Pollack-Stelle an. Gleich zu Beginn konnte ich meine Seelachs PB auf 92cm verbessern! Ich muss dazu sagen, dass wir an der Stelle 300m Wassertiefe hatten und lediglich mit leichten Spinnruten (!) die oberen etwa 100 Meter befischten. Ein kleiner Pilker und ein Beifänger waren das Geheimrezept, das uns Bjarne mit auf den Weg gab. Absinken lassen und schnell wieder einholen, wenn man die Montage überhaupt erst absinken lassen konnte. Oft genug kam bereits gleich nach dem Öffnen der Rolle ein Biss. Wir landeten dort unzählige Pollack und Seelachs. Aber auch Dorsch und Leng ließen sich so fangen. So verbrachten wir noch einen sehr kurzweiligen Nachmittag an diesem landschaftlich beeindruckend Platz.


Am Freitag ging es mit Bjarne auf den See. Allerdings konnten nur zwei von uns mit. Da diesmal Matze etwas angeschlagen war, überliesen wir Annette und Klaus den Vortritt. Sie versuchten ihr Glück auf Forellen. Doch mehrere Stunden auf dem Wasser brachten keinen Erfolg. Zur gleichen Zeit entschlossen Matze und ich, „nur mal eben kurz“ raus zu fahren. Wir hatten schnell mit der gestrigen Methode einige Pollack, Seelachs und Dorsch gefangen, doch ging es Matze gar nicht gut dabei. Somit steuerten wir das Ufer an und machten eine ausgedehnte Pause. Als ich vom Ufer aus den Pilker badete, bekam ich beim ersten Wurf einen heftigen Biss, der gleich ordentlich Schnur von der Rolle nahm. Nach kurzem Drill verabschiedete sich mein Gegenüber jedoch, ohne auch nur in Sichtweite zu kommen. Da alle weiteren Bemühungen erfolglos blieben, entschlossen wir uns zur Heimfahrt. Zuhause grillten wir dann gemütlich auf der Terasse, während uns von Schneefällen im Schwarzwald berichtet wurde.


Samstag früh wollte Annette vor ihrer Abreise unbedingt nochmal angeln gehen. Wir haben uns natürlich gerne erbarmt und sind mit ihr nochmal an „unsere“ Stelle gefahren. Auch an diesem Morgen bissen wieder zahlreiche Fische, wodurch die Zeit viel zu schnell verstrich. Anschließend machte ich mich mit ihr auf den Weg nach Bergen, um sie zum Bahnhof zu bringen. Ich bin mir sicher, dass sie nicht zum letzten Mal eine Angel in der Hand gehalten hat!


Am Sonntag früh folgten wir der Einladung unseres Vermieters, mit ihm zum Angeln raus zu fahren. Er brachte uns an eine kleine Inselgruppe, um die wir in einer Tiefe von 20 – 50 Metern angelten. Währen Klaus und ich im kleinen Boot etwa 15 Fische zu Gesicht bekamen, hat Matze bei Bjarne im Boot ordentlich abgeräumt. Er schaffte es, 25 Fische zu landen! Da Bjarne am Nachmittag seine Tochter heim bringen musste, beendeten wir den Ausflug bereits gegen Mittag. Es war aber wieder ein großartiger Ausflug!



Unsere letzte Angeltour des Urlaubs machten wir am Montag früh. Wir probierten eine neue Stelle aus, an der Klaus mehrere Fische landen konnte. Danach sind wir zum Abschied nochmal an unseren Platz gefahren und haben alle nochmal ein paar Fische gefangen.


Der Dienstag stand dann im Zeichen unserer Abreise. D.h. Wir haben unser Angelzeug gereinigt und verpackt, das Haus geputzt und unser Gepäck soweit möglich zusammen gerichtet. Abends waren wir zum Essen bei Bjarne und seiner Frau, was ein wunderbarer Ausklang des Urlaubs war.


Nur wenige Stunden später mussten wir dann wieder die Fahrt zum Fähranleger nach Bergen antreten. Der letzte Sonnenuntergang unserer Norwegentour erinnerte uns nochmal an die herrliche Zeit, mit durchgehend gutem Wetter!


 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 9. Juni 2010 )
 

Comments 

  1. #8 Sandro Kowalczyk
    2010-06-1316:48:12 Schöner Bericht!
    Danke Rainer
  2. #7 Len
    2010-06-1023:21:34 Schöner Bericht. Der Norden hat schon was, nur im Winter etwas finster.
  3. #6 Kamii
    2010-06-1022:01:53 Klasse Bericht! Petri!
  4. #5 Matthias
    2010-06-1000:21:03 Einfach Traumhaft. Ich würde nach Schweden oder Norwegen auswandern, wenn ich keine Freundin hätte.
  5. #4 Rainer Brinkmann
    2010-06-0914:49:50 Das schöne an Norwegen ist, dass ich dort überhaupt Zeit zum Angeln hab! Das ist hier leider selten der Fall.
    Den 92er Seelachs hab ich übrigens auf ne Balzer Miracle mit 10-45g gefangen. Der ein oder andere kann sich in etwa vorstellen, was das für n Tanz war :-)
  6. #3 Norbert
    2010-06-0914:34:03 Auch von mir danke für den Bericht, das hat Spaß gemacht zu lesen.
    In Norwegen ists angeln anders als bei uns oder? Ist einfach schöner wenn was beisst.
  7. #2 Strumbi
    2010-06-0914:29:22 Einfach nur geil !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    KLasse Urlaubsbericht.
    Ich muss da auch mal mit.
    Gruß Marian
  8. #1 Daniel B.
    2010-06-0914:21:04 Toller Bericht und super Fotos! Danke Rainer

Add comment

You have no rights to add a new comment. May be you need to register on the site.

< Zurück   Weiter >
© 2012 ::: Breisgau-Angler :::