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Mal eben in Norwegen
Autor: Rainer Brinkmann
Dieses Jahr hat es mich bereits zum 4. Mal an den
Hardangerfjord nach Norwegen verschlagen. Im Gegensatz zu den letzten beiden
Malen, wo wir im Herbst dort waren, konnte ich dieses Jahr den Frühling im
Norden genießen!
Mit auf der Tour waren Klaus und Matze. Bei regnerischem
Wetter traten wir am Samstag abend die lange Fahrt nach Hirtshals in Dänemark
an. Da diese absolut problemlos verlief waren wir wieder mal viel zu früh dort.
Als Entschädigung gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang, der wettertechnisch
Hoffnung weckte!
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Da auch kein Lüftchen ging, hatten wir eine absolut ruhige
Überfahrt über das spiegelglatte Meer. Bei der Ankunft in Bergen lachte uns
dann bereits die Sonne entgegen und Heidi, die Tochter des Vermieters,
versprach uns beim Empfang, dass uns die Sonne noch etwas treu bleibt. Es
folgte die knapp zweistündige Fahrt zu unserem Ferienhaus in Gjermundshamn.
Bjarne, der Vermieter informierte uns unterwegs telefonisch, dass die Türe
offen ist, der Schlüssel drin liegt, das Boot vollgetankt am Steg liegt und er
uns erst abends besuchen kommt. Somit konnte nach kurzem in Beschlag nehmen der
Unterkunft, bald schon die erste Angeltour starten. Noch ohne Köderfisch,
angelten wir mit kleinen Pilkern in einer Tiefe von 50 – 80 Metern und fingen
Dorsch, Leng und Flügelbutt. Nach dieser ersten Ausfahrt schauten wir uns noch
einen nahe gelegenen See an, den wir in den nächsten Tagen gemeinsam mit Bjarne
noch beangeln wollten.
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Am nächsten Tag saßen wir wieder im Boot auf dem Fjord und
hatten diesmal auch Heringe von Bjarne als Köder dabei. Der gewünschte Erfolg
lies nicht lange auf sich warten. Matze landete gleich einen 93er Leng, Klaus
einen Pollack und ich einen etwas schlankeren Leng. Dazu gesellten sich im
weiteren Verlauf noch zwei Lippfische, vier Dorsche, vier Seelachse und ein
weiterer Leng. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Sonne auf der Terasse
und genossen das super Wetter, während es daheim weiter ununterbrochen regnete.
Da am Mittwoch nachmittag eine Fahrt nach Bergen auf dem
Programm stand, fiel die Angeltour etwas kürzer aus. Dabei blieb auch der
Erfolg etwas auf der Strecke. Während Klaus einen Leng aus seinem Element
entführte, biss bei mir nur ein Tintenfisch an. Matze ging sogar komplett leer
aus. In Bergen gingen wir mit Heidi gemütlich essen und anschließend auf den
Floyen. Später holten wir eine Bekannte vom Bahnhof ab, die uns für ein paar
Tage besuchen wollte.
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Der nächste Tag bescherte mir zunächst mal ordentlich
Bauchschmerzen, so dass Klaus und unser Gast Annette, die noch nie zuvor
geangelt hat, alleine raus fuhren, während Matze sich um mich kümmerte. An
dieser Stelle nochmal danke für die Fürsorge! Mir ging es bald schon wieder
besser und die beiden kamen mit 6 Pollacks von ihrer Tour zurück. Somit gab es
für mich kein Halten mehr. Nach dem Essen stiegen wir zu Viert ins Boot und
fuhren erneut die Pollack-Stelle an. Gleich zu Beginn konnte ich meine Seelachs
PB auf 92cm verbessern! Ich muss dazu sagen, dass wir an der Stelle 300m
Wassertiefe hatten und lediglich mit leichten Spinnruten (!) die oberen etwa
100 Meter befischten. Ein kleiner Pilker und ein Beifänger waren das
Geheimrezept, das uns Bjarne mit auf den Weg gab. Absinken lassen und schnell
wieder einholen, wenn man die Montage überhaupt erst absinken lassen konnte.
Oft genug kam bereits gleich nach dem Öffnen der Rolle ein Biss. Wir landeten
dort unzählige Pollack und Seelachs. Aber auch Dorsch und Leng ließen sich so
fangen. So verbrachten wir noch einen sehr kurzweiligen Nachmittag an diesem
landschaftlich beeindruckend Platz.
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Am Freitag ging es mit Bjarne auf den See. Allerdings
konnten nur zwei von uns mit. Da diesmal Matze etwas angeschlagen war,
überliesen wir Annette und Klaus den Vortritt. Sie versuchten ihr Glück auf
Forellen. Doch mehrere Stunden auf dem Wasser brachten keinen Erfolg. Zur
gleichen Zeit entschlossen Matze und ich, „nur mal eben kurz“ raus zu fahren.
Wir hatten schnell mit der gestrigen Methode einige Pollack, Seelachs und
Dorsch gefangen, doch ging es Matze gar nicht gut dabei. Somit steuerten wir
das Ufer an und machten eine ausgedehnte Pause. Als ich vom Ufer aus den Pilker
badete, bekam ich beim ersten Wurf einen heftigen Biss, der gleich ordentlich
Schnur von der Rolle nahm. Nach kurzem Drill verabschiedete sich mein Gegenüber
jedoch, ohne auch nur in Sichtweite zu kommen. Da alle weiteren Bemühungen
erfolglos blieben, entschlossen wir uns zur Heimfahrt. Zuhause grillten wir
dann gemütlich auf der Terasse, während uns von Schneefällen im Schwarzwald
berichtet wurde.
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Samstag früh wollte Annette vor ihrer Abreise unbedingt
nochmal angeln gehen. Wir haben uns natürlich gerne erbarmt und sind mit ihr
nochmal an „unsere“ Stelle gefahren. Auch an diesem Morgen bissen wieder
zahlreiche Fische, wodurch die Zeit viel zu schnell verstrich. Anschließend
machte ich mich mit ihr auf den Weg nach Bergen, um sie zum Bahnhof zu bringen.
Ich bin mir sicher, dass sie nicht zum letzten Mal eine Angel in der Hand
gehalten hat!
Am Sonntag früh folgten wir der Einladung unseres
Vermieters, mit ihm zum Angeln raus zu fahren. Er brachte uns an eine kleine
Inselgruppe, um die wir in einer Tiefe von 20 – 50 Metern angelten. Währen
Klaus und ich im kleinen Boot etwa 15 Fische zu Gesicht bekamen, hat Matze bei
Bjarne im Boot ordentlich abgeräumt. Er schaffte es, 25 Fische zu landen! Da
Bjarne am Nachmittag seine Tochter heim bringen musste, beendeten wir den
Ausflug bereits gegen Mittag. Es war aber wieder ein großartiger Ausflug!
Unsere letzte Angeltour des Urlaubs machten wir am Montag
früh. Wir probierten eine neue Stelle aus, an der Klaus mehrere Fische landen
konnte. Danach sind wir zum Abschied nochmal an unseren Platz gefahren und
haben alle nochmal ein paar Fische gefangen.
Der Dienstag stand dann im Zeichen unserer Abreise. D.h. Wir
haben unser Angelzeug gereinigt und verpackt, das Haus geputzt und unser Gepäck
soweit möglich zusammen gerichtet. Abends waren wir zum Essen bei Bjarne und
seiner Frau, was ein wunderbarer Ausklang des Urlaubs war.
Nur wenige Stunden später mussten wir dann wieder die Fahrt
zum Fähranleger nach Bergen antreten. Der letzte Sonnenuntergang unserer
Norwegentour erinnerte uns nochmal an die herrliche Zeit, mit durchgehend gutem
Wetter!
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Comments
2010-06-1316:48:12 Schöner Bericht!
Danke Rainer
2010-06-1023:21:34 Schöner Bericht. Der Norden hat schon was, nur im Winter etwas finster.
2010-06-1022:01:53 Klasse Bericht! Petri!
2010-06-1000:21:03 Einfach Traumhaft. Ich würde nach Schweden oder Norwegen auswandern, wenn ich keine Freundin hätte.
2010-06-0914:49:50 Das schöne an Norwegen ist, dass ich dort überhaupt Zeit zum Angeln hab! Das ist hier leider selten der Fall.
Den 92er Seelachs hab ich übrigens auf ne Balzer Miracle mit 10-45g gefangen. Der ein oder andere kann sich in etwa vorstellen, was das für n Tanz war :-)
2010-06-0914:34:03 Auch von mir danke für den Bericht, das hat Spaß gemacht zu lesen.
In Norwegen ists angeln anders als bei uns oder? Ist einfach schöner wenn was beisst.
2010-06-0914:29:22 Einfach nur geil !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
KLasse Urlaubsbericht.
Ich muss da auch mal mit.
Gruß Marian
2010-06-0914:21:04 Toller Bericht und super Fotos! Danke Rainer